Vorgestellt

Hold The Line

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Mit dem Kunstprojekt HOLD THE LINE untersuchen Becker Schmitz und Pascal Bruns seit 2009 die Schnittstellen von öffentlichem und digitalem Raum. Sie beschäftigen sich mit der These, welche Schritte notwendig sind, um aus einem analogem Ereignis gleichzeitig ein digitales werden zu lassen. Hierfür lassen sie in der “analogen Welt” an immer neuen Orten ein temporäres Kunstwerk entstehen, das sich in der “digitalen Welt” stetig fortschreibt.

HOLD THE LINE erscheint wie ein dreidimensionales Graffiti. Als würde eine Linienkonstruktion im Raum schweben. Letztlich überlassen sie die Installation nach der Fertigstellung sich selbst.

Bevor die Linie gespannt wird, setzen sie sich intensiv mit dem Raum auseinander und legen in dieser frühen Phase die Sichtachse für das Foto fest. Erst dann erfolgt die Intervention: das Spannen einer Linie aus einer – meist schwarzen – Folie aus Polyethylen in dem vorher definierten Bereich.

Die Intervention vereint in diesem Stadium drei Disziplinen. Fotografie, Objekt und Zeichnung im Raum. Hierbei trennen und verbinden die gezogenen Linien den Raum und Sichtachsen. Man kann die Installation begehen, wie eine Skulptur. Die wiederum als Abbildung in der Fotografie eine homogene und zweidimensionale Zeichnung zeigt.

Wenn gleich HOLD THE LINE als künstlerisches Konzept zur Untersuchung der Schnittstelle zwischen digitalem und analogen Raum als künstlerischen Konzeption verstanden werde kann, ist jede Ebene als eigeneständiges Kunstwerk an zu sehen.

hold the line duesseldorf

Das Foto wird in das digitale Archiv HTLIndex eingestellt. Standort, geographische Besonderheiten und Entstehungsdatum werden dort ebenfalls katalogisiert. Der Standort wird zusätzlich in den HTLAtlas eingetragen – ein digitaler Atlas auf der Basis von Google Maps. Die jeweiligen Orte werden dort ebenfalls mit einer schwarzen Linie verbunden. So entsteht im HTLAtlas ein stetig wachsendes Linienkonstrukt, die sich ebenfalls wie eine geometrische Zeichnung über den Atlas legt.

Darüber hinaus kann jeder die Orte selber aufsuchen und schauen, ob an einer Stelle noch Fragmente einer HOLD THE LINE oder ganze Installationen existieren.

HOLD THE LINE unterliegt dem Wandel. Dies ist dem stetigen Fortschritt innnerhalb der digitalen Medien geschuldet. Pascal Bruns und Becker Schmitz behalten sich vor, die Strategien zur Untersuchung der Schnittstellen aus digitalen und analogen immer wieder neu zu überprüfen.

HOLD THE LINE ist ein Konzept, dass sich so als Abbild und Randerscheinung innerhalb der “digital disruption” bewegt und ständig neu definiert.

Links

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