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Kultur und Wirtschaft im Dialog

AAB fragt Ulf-Peter Busse, Redakteur der Bergedorfer Zeitung zum 22. Wirtschaftsforum Hamburg „Kultur und Wirtschaft im Dialog“. (2014)

Unter der Überschrift „Kultur + Wirtschaft im Dialog“ befasst sich das Wirtschaftsforum Hamburg der Bergedorfer Zeitung mit aktuellen Themen aus Kultur und Zeitgeist. Behandelt wurden neben den traditionellen Kultur-Themen bildende Kunst, Literatur, Musik und Theater unter jeweils besonderer Fragestellung unter anderem auch Mode, Stadtentwicklung, Jugendkultur, Social Media, Corporate Citizenship, Erneuerbare Energien, Rollenbilder und gesellschaftlicher Protest.

Im Zentrum steht dabei eine moderierte Podiumsdiskussion mit drei bis vier Gästen, die ebenso informativ wie kontrovers geführt wird. Ziel ist es, dem geladenen Publikum – je Thema kommen etwa 100 bis 200 Gäste – einen lebendigen Blick auf das Thema zu geben, den Abend andererseits als gesellschaftliches Ereignis zum individuellen gegenseitigen Austausch am Buffet zu nutzen. Ein Rahmenprogramm wie etwa eine Ausstellung, ein musikalischer Beitrag oder eine Führung runden den Abend ab.

Das Wirtschaftsforum gibt es zweimal im Jahr. Veranstaltungsort ist die über 100 Jahre alte Bibliothek der Hamburger Sternwarte, wobei das Format auch „auf Wanderschaft“ geht, also an einen anderen interessanten Ort im Großraum Hamburg. Dazu gehörten bisher unter anderem das Körber-Forum der gleichnamigen Stiftung, das Auswanderermuseum Ballinstadt, das Autoforum „Sammlung Prototyp“ und der Mode-Campus der Hochschule für Angewandte Wissenschaften.

Im November 2006 hat die Bergedorf Zeitung zum ersten Wirtschaftsforum „Kunst und Wirtschaft im Dialog“ eingeladen. Welche Idee steckte dahinter?

Wir nahmen die neue Kulturbeilage „Kulturblatt“ der Bergedorf Zeitung als Anlass für das erste Wirtschaftsforum. Die Geschäftsführung entschied jedoch schon vor dem ersten Wirtschaftsforum, die Beilage teils in die Verantwortung eines extra gegründeten Kulturblatt-Vereins zu legen. Diese Entscheidung machte uns unabhängig von Themen der Beilage und bescherte dem Wirtschaftsforum von Beginn an eine überaus große kreative Freiheit. Die Reihe konnte sich somit ohne inhaltliche Zwänge zu einem Forum entwickeln, das dem Publikum tiefe Einblicke in die jeweils aktuellen Kultur- und Zeitgeist-Themen gab.

Es entwickelte sich ein Treffen, das jeweils „über den Tellerrand hinaus“ blickte und zum festen gesellschaftlichen Ereignis avancierte. Das Wirtschaftsforum verschaffte der Zeitung den Ruf, hier etwas an die Entscheidungsträger in ihrem Erscheinungsgebiet zurückzugeben, nämlich Live-Statements aus prominenten und kompetenten Mündern.

Wie konnte der Geschäftsführer der Bergedorfer Zeitung 2006 von der eher ungewöhnlichen Idee eines Dialogforums Kultur + Wirtschaft überzeugt werden?

Motor war seinerzeit neben der anstehenden Kulturbeilage vor allem das von der Kulturmanagerin Petra Bach und mir entwickelte ansprechende Konzept: Ein prominentes Podium präsentiert einem geladenen Kreis in attraktiver Umgebung ein Thema. Unser Glück war, dass die Geschäftsführung sehr offen neuen Ideen gegenüber stand. Tatsächlich hat es einige Jahre gedauert, bis der Ruf des Wirtschaftsforums auf die Zeitung zurückstrahlte und auch in unserer Chefetage die Relevanz der Reihe erkannt wurde: Wichtige Persönlichkeiten spiegelten zurück, dass die Zeitung hier ihrem Informationsauftrag in einem Maße gerecht werde, das nicht selbstverständlich sei und in dieser Form in Hamburg einmalig ist.

Wie hat die Wirtschaft die Veranstaltung angenommen?

Die Resonanz von bis zu 200 Gästen ist ein großer Erfolg. Bis heute setzt sich das Publikum zu etwa 70 Prozent aus den Köpfen der Wirtschaft und zu jeweils zehn Prozent aus Politik, Kultur und Verwaltung zusammen. Erkannt wird auch der Wert einer Einladung. Wer nicht auf der der Gästeliste steht, fragt nach, warum das so ist. Das liegt neben der Mund-Propaganda vor allem daran, dass das jeweilige Thema samt Gästeliste und Statements vom Abend im Anschluss auf zwei bis drei Seiten in unserer Zeitung umfangreich aufgegriffen wird.

Hat sich der Hamburger Stadtteil Bergedorf dadurch verändert?

Zwei Dinge fallen auf: Einerseits hat sich der gesellschaftliche Wert des Wirtschaftsforums etabliert. Die Veranstaltungen sind zum willkommenen Treffpunkt geworden, bei dem während der vielen Gesprächen am Buffet regelmäßig Kontakte geknüpft und Projekte angeschoben werden – sowohl angeregt vom Thema des Abends als auch mit ganz anderen Inhalten. Andererseits ist ein Anfang gelungen, den immer noch von Hamburg etwas als „Provinz“ in den eigenen Stadtgrenzen beäugten Bezirk Bergedorf etwas mehr in den Focus zu rücken – und auch die Ressentiments der Bergedorfer gegenüber der Metropole abzubauen.

Welcher Abend war Ihr persönliches Highlight?

Da fällt mir eine konkrete Festlegung schwer. Geht es um die Prominenz der Gäste, waren die Diskussionen mit Matthias Matussek zu gesellschaftlichem Protest und Kay Oberbeck von Google zu Social Media Höhepunkte. Inhaltlich begeistern einen Redakteur wie mich natürlich aktuelle Themen besonders, darunter zuletzt die Flüchtlingskrise mit Integrationsstaatsministerin Aydan Özoguz und als nächstes die Frage, ob Olympia wirklich zu Hamburg passt, dann mit dem Manager der Handball-Nationalmannschaft und Olympia-Teilnehmer 2008 in Peking, Oliver Roggisch. Die größten Folgen hatte bisher der Abend „Architektur gestern + heute: Sternwarte und HafenCity“, bei dem die ideellen Grundlagen der Weltkulturerbe-Bewerbung der Hamburger Sternwarte – Heimat unserer Veranstaltung – durch meinen Podiumsgast Prof. Dr. Gottfried Kiesow, den mittlerweile verstorbenen Chef der Deutschen Stiftung Denkmalpflege, gelegt wurden.

Hofgartenbahn

„Visuelle Erinnerung der Zeit“
– die Hofgartenbahn des japanischen
 Künstlers Hiroyuki Masyuama

Ich kenne den Künstler Hiroyuki Masuyama seit meiner ersten Ausstellung mit ihm Ende der 90er Jahre. Wir hatten eine Video-Installation noch von dem damaligen Kunststudenten in unserer ersten Galerie in Düsseldorf ausgestellt. Später im Jahr 2000 wurde er mit seinem Entwurf Hofgarten, Preisträger des artbahn-Wettbewerbs der Rheinbahn. Die alte Hofgartenbahn wurde über die vielen Jahren dermaßen beschädigt, dass sie im Jahr 2014 neutralisiert werden musste. Jedoch ging am 2. Juni 2015 eine neue Hofgartenbahn an den Start.

TV Team aus Japan zu Besuch

Im April 2016 war das TV-Team des japanischen Senders YTV – www.ytv.co.jp/chikyubin – für das Programm ‚Gut – chikyubin‘  in Düsseldorf, um eine Dokumentation über den Künstler Hiroyuki Masuyama zu drehen.

Hiroyuki Masuyama

Der Künstler Hiroyuki Masuyama beschäftigt sich mit Zeit und Bewegung. In seiner Serie Park hielt der Künstler die Zeit und den damit verbundenen stetigen Wandel fest. Für das Motiv Park: 1.4.1999 – 31.3.2000, welches seit 2000 auf einer Straßenbahn in Düsseldorf zu sehen ist, ging der Künstler vom 1. April 1999 bis zum 31. März 2000 jeden Tag zur gleichen Tageszeit zu einem bestimmten Ort in den Hofgarten. Die Kamera befestigte er auf einem Stativ und veränderte die Position – den Winkel, jeden Tag um einen Grad – um eine Winkelminute. Aus den resultierenden 360 Fotografien schuf er ein Panoramabild von einem einzigen Ort im Wandel der Jahreszeiten und dokumentierte somit eine visuelle Erinnerung der Zeit.

Er wurde 1968 in Tsukuba in Japan geboren. In Tokio studierte er von 1987 bis 1991 Ölmalerei an der Hochschule für Bildende Künste und Musik und von 1991 bis 1993 Wandmalerei bei Professor Yoshiaki Watanabe. Mit einem DAAD-Stipendium kam er 1999 als Student an die Kunstakademie Düsseldorf und wechselte kurze Zeit später zur Kunsthochschule für Medien in Köln, wo er bis 2001 studierte. In Deutschland wird Hiroyuki Masuyama unter anderem von der Hamburger Galerie Sfeir und Semler vertreten. Seit 2000 hat er auf der ganzen Welt und in zahlreichen Museen ausgestellt. Seine Arbeiten sind in privaten Sammlungen vertreten.

Info
www.hiroyukimasuyama.com

Kunstpreis Wasser

Kunstpreise sind eine Förderung im Bereich der Bildenden und Angewandten Kunst. In der Regel werden sie in Form eines Wettbewerbs von öffentlichen oder privaten Stellen ausgeschrieben und für besondere künstlerische Leistungen vergeben.

Kunstpreis Wasser
Gebr. Glunz GmbH + Co. KG

Der Kunstpreis Wasser wurde im Jahr 2007 von der Firma Gebr. Glunz – persönlich von Frau Julia Hartenstein – bundesweit ausgelobt.
Gesucht wurden künstlerische Ausdrucksformen zum Thema Wasser aus den Bereichen Malerei, Design, Fotografie, Video, Multimedia, Bildhauerei und Installation.

Es haben 657 Künstler*innen aus den Ländern Schweden, Schweiz, Niederlande und Deutschland daran teilgenommen und sich über 2000 Künstler*innen für den Wettbewerb interessiert.

Eine Fachjury > Dr. Volker Probst vom Ernst Barlach Museum Güstrow, Franz Kraft vom Künstlerhaus Hamburg-Bergedorf, Victor Graf von Schwerin von der Agentur Communitcators und ich < hatten die beiden Preisträger ermittelt.

Im Frühjahr 2008 wurden aus allen Einsendungen 100 ausgewählte Kunstwerke in der Galerie des Künstlerhauses HH-Bergedorf ausgestellt und zum Kauf angeboten.

Galerie Kids

Galerie Kids ist ein Projekt von den Großen für die Kleinen.
In Grund-, Haupt- und Gesamtschulen wird der Kunstunterricht oft stiefmütterlich behandelt. Mein Ziel ist, in der Zusammenarbeit mit Privatunternehmen und den Medien, die Kreativität von Kindern zu fördern.

Galerie Kids
Auslobung durch den WSB Bergedorf und der Bergedorf Zeitung

Mit einer Preisausschreibung wurden von 2007 bis 2013 Kinder und Schulklassen (1. bis 6. Klasse) dazu aufgerufen, Kunstwerke zu einem bestimmten Thema einzureichen. Ausgewählte Arbeiten wurden über 2 Wochen in einem Galerieraum – aufgehängt auf Augenhöhe der Kinder-  ausgestellt.

Alles lief wie in einem Profi-Galeriebetrieb ab. Gleichzeitig zur Vernissage fand die Preisverleihung statt. Preisgelder waren z.B. 500,– €  für die Schulklassen-Kasse, Museumsbesuche, Malblocks, Staffeln und Stifte von boesner gesponsert oder Kunst-Workshops von Profis.

In den weiteren Jahren wurde das Konzept erweitert. Ein Jury wurde aus Kindern zusammengestellt und die Einführung zur Vernissage übernahmen auch die Kinder selbst.

Kunst in Unternehmen

Jedes Aufeinandertreffen von Kunst und Wirtschaft erfordert eine individuelle Vorgehensweise. Die Kommunikation ist dabei das wichtigste Instrument. Künstler, Angestellte, Projektleiter oder Direktoren und Vorstände sprechen alle unterschiedliche Sprachen und haben verschiedene Anforderungen und Herangehensweisen an ihr Privat- und Berufsleben. Daher ist der erste Schritt das gemeinsame Gespräch.

Ausstellungsreihe – Roland Berger, Strategy Consultants, Frankfurt

Von 2003 bis 2014 habe ich 3 x im Jahr eine Ausstellung in den Büroräumen ausgerichtet.
Anstelle einer Vernissage wurden die Angestellten zu einer Kunstführung und zum Gespräch mit mir und den jeweiligen ausstellenden Künstlern eingeladen. Die Kunstwerke blieben anschließend für 3 Monate in den Räumen und wurden zudem zum Verkauf angeboten.

Kunstpause – HypoVereinsbank – Filiale Hamburg-Bergedorf

In Zusammenarbeit mit KOKUS e.V. wurden die Modelle der Kunst im öffentlichen Raum aus dem Stadtteil HH-Neuerallermöhe-West in Schaufenstern der Geschäfte in der HH-Bergedorfer Innenstadt (Sachsentor) ausgestellt. Damit sollte das Kiör-Projekt den Bürgern näher gebracht werden.

In Kooperation mit mir hat die Filiale Bergedorf der HypoVereinsbank während der Schaufensterausstellung für ihre Angestellten eine Kunstpause angeboten. An 3 Montagen konnten die Angestellten eine einstündige Kunstpause einlegen, in der die Kunstwerke anhand der Modelle des Kiör-Projekts von mir vorgestellt wurden.

kunst&wohnen – Marks Einrichtungen HH

In der Zusammenarbeit mit dem Verein SkulpturenLandschaft e.V. haben wir bei Marks Einrichtungen kleine Kunstwerke von den Künstlern zum Kauf angeboten.

Parallel dazu bot ich Führungen für Kunden, Angestellten oder für ansässige Wirtschaftsunternehmen durch die Kunst-Ausstellung an. Wirtschaftsleute interessierten sich eher für Kunst als Anlage. Andere Besucher wiederum für das optimale Zusammenspiel von Kunst und Wohnraum.

Europabahn

Die Europabahn wurde zu den Wahlen im Jahr 2019 von Pascal Bruns, Duisburg kreiert. Sie sollte auf unseren demokratischen Gedanken hinweisen und auf die Wichtigkeit von Europa für uns alle.

Video

 

Pascal Bruns,
Kommunikationsdesigner und Fotograf

Kommunikationsdesign und Social Media

Die heutige Kommunikation unterliegt einem ständigen Wandel. Ich verbinde für Unternehmen und Kreative die klassische Kommunikation mit den sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, Pinterest und Co. In den sozialen Medien erstelle ich die Basis für das Storytelling, die Content Strategien und einen Corporate Blog.

Fotografie und Dokumentation

Fotos werden als visuelles Instrument für eine gelungene Kommunikation in der Werbung und Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt. Bilder erzählen Geschichten und wecken Emotionen. Sie unterstreichen die Aussage des Erzählers. Mit mir bringen Unternehmen und Kreative ihre Aussage visuell auf den Punkt. Ich übernehme PR-, Reportage- und Dokumentationsfotografie.

Info
www.pascalbruns.dewww.polynice.de

Freigeisterbahn

Freigeisterbahn, gestaltet von Johannes Babtista Ludwig

„Sie scheinen gut in Düsseldorf zu gedeihen, und das seit vielen Generationen: wache Köpfe, freie Geister und spitze Zungen. Manche weltbekannt, andere in Düsseldorf feste Größen, vielleicht jenseits der Stadtgrenzen unbekannt und manche auch fast vergessen. Einer bezahlte mit seinem Leben für den Mut, frech zu sein und seine Meinung nicht herunterzuschlucken. Sein Spott traf Missstände und noch viel Schlimmeres.

Bemerkenswert ist die Vielzahl und die Kontinuität über die Jahrhunderte, mit der sich diese freien Köpfe an die Stadt Düsseldorf binden oder sich hier schlicht verorten lassen. Hier scheint es einen besonders guten Nährboden für kritische Köpfe zu geben.

Und sie tun uns gut: Freigeister, die klar, pointiert und gerne auch einmal schonungslos die Dinge aufs Korn nehmen und öffentlich an den Pranger stellen. Dinge, die wohl manchen von uns auffallen und bisweilen ebenfalls ärgern.

Schön, dass unsere freien Geister den Mund aufmachen und uns allen zeigen:

Seht, auch Ihr müsst nicht schweigen! Auf dieser Bahn zeigen wir einige von ihnen – und alle haben etwas mit Düsseldorf zu tun.“ (Georg Th. Schumacher, Rheinbahn AG)

Video

Johannes Baptista Ludwig

 

In eine Schublade lässt sich Johannes Baptista Ludwig nicht so leicht stecken. Seine Arbeiten treffen sich an der Schnittstelle von Grafikdesign, Animationsfilmen und Kunst. Die verbindenden Elemente findet er im Comic, Cartoon und der Urban Art.

Ludwig sagt über sich selbst, er sei immer Generalist, niemals Spezialist. Sich einschränken, ist nicht sein Ding. Seine Arbeit als Grafikdesigner ist untrennbar mit seiner Arbeit als Künstler verwoben.

In gehäuteten Cartoonfiguren äußert sich Ludwigs Kapitalismuskritik. Micky Mouse, Garfield und Bugs Bunny zieht der Kölner Künstler furchtlos das Fell über die Ohren und präsentiert sie knochig und ihrer Seele beraubt. Ihre Schöpfer haben sie aufgrund wachsender Märkte und Profitökonomien ausgebeutet und missbraucht. Ludwig erschafft die Boney Toons aus tierischen Knochen, zahntechnischen Material, Graupappe, Gipsbinden, Gummiringen, 24 Karat Blattgold und anderen natürlichen Stoffen wie Sojasoße.

Ganz aktuell setzt er sich mit dem Ersten und Zweiten Weltkrieg und den Entwicklungen in der Ukraine auseinander. Ein in der Normandie gefundener Helm aus dem zweiten Weltkrieg gab dabei den Anstoß. Das Alter und die Haptik der Fundstücke faszinieren Ludwig. Mit neuen Materialien gibt er ihnen einen neuen Kontext. Dabei entstehen nicht nur Skulpturen. Die Spannungen in der Ukraine lassen ihn auch zu Farbe und Leinwand greifen.

Johannes Baptista Ludwig studierte Kommunikationsdesign an der FH Mainz und Animation an der Bezalel Akademie für Kunst und Design in Jerusalem mit einem Akademiestipendium.

Nach seinem Diplom im Jahr 2008, arbeitete er für renommierte Agenturen als freier und als fester Art Director sowie als freier Designer und Trickfilmanimator. Mit seinen Arbeiten gewann er zudem internationale Design- und Filmpreise. So etwa den Lichter Filmpreis 2009, den output award 2008 international student award for young talents in design and architecture und den New Talent Award der Illustrative in Berlin 2007.

Info
www.bureau-l.com

KiöR: HH-Bergedorf

HH-Neuallermöhe-West

Von November 2007 bis Ende Februar 2012 war ich als Kunstmanagerin und Jurymitglied bei KOKUS e.V.  für den Bereich Kunst tätig. In dieser Zeit habe ich die Ausschreibungen 6 bis 15 betreut und umgesetzt.

KOKUS e.V. ist ein Zusammenschluss von Bauherren, die in HH-Neuallermöhe-West Wohnungen errichtet haben. Es entstand ein völlig neuer Stadtteil. Die Bauherren haben sich zum Ziel gesetzt, nicht nur Wohnungen zur Vermietung anzubieten, sondern auch durch vielfältige Aktivitäten die Attraktivität des Stadtteils zu erhöhen und das Wohlfühlen der Menschen im Stadtteil zu fördern. Dabei hat der Verein zwei Schwerpunkte:
Kommunikation | Kunst.

Info
http://kokus-allermoehe.de

 

SkulpturenLandschaft

Das „befreundete Paar Petra Bach und Norbert Jäger  kam 2002 neu in die Hansestadt und brachte innerhalb kürzeste Zeit Erstaunliches zutage. Rund 40 Künstlerinnen und Künstler aus dem In- und Ausland konnten Sie für die Idee begeistern, ihre Werke  in ländlicher Umgebung im Freien zu präsentieren.“ (Jens Rönnau, Kunstforum Band 169, 2003)

„Unsere Zielsetzung ist, zeitgenössische Kunst im öffentlichen Lebensraum des Bürgers dar- und auszustellen. Durch die Ortswahl für unsere Kunstprojekte schaffen wir Momente der Begegnung: „Mensch : Kunst“, die nicht in der abgeschlossenen Atmosphäre an bekannten Kunstorten (Museen und Galerien) stattfinden. Der Betrachter findet ihm bekannte Ecken, Plätze, Waldstücke und Landschaften verändert vor.

Wenn Kunst in dem Raum platziert wird, in dem sich der Bürger alltäglich bewegt, wird das Überschreiten von Grenzen unnötig. Es muss keine Hemmschwelle wie beispielsweise das Betreten einer Galerie überwunden werden. Dadurch kann man als Betrachter teilnehmen, muss es aber nicht. Der öffentliche Raum bietet genug Raum für beides.“ (Petra Bach + Norbert Jäger)

Bis heute werden immer noch 27 Skulpturen von 21 zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern aus Deutschland, Österreich, Italien und Japan an 4 Standorten in HH-Bergedorf gezeigt: (1) Rathauspark Hamburg-Bergedorf, (2) Geschäftsstelle der Bergedorf Zeitung, (3) Werft Allermöhe, (4) Am Güterbahnhof.

Info
www.skulpturenlandschaft.eu

artbahn-Förderpreis

„2012 hatte die Rheinbahn zum fünften Mal den artbahn-Förderpreis für Künstler, Designer und Fotografen ausgeschrieben. Ursprünglich entstand die Idee von Petra Bach zu diesem Projekt im Jahr 1996 anlässlich des 100. Jubiläums des Unternehmens. Für das Thema „Stadt Düsseldorf“  suchte die Rheinbahn den besten Entwurf zur Gestaltung einer Niederflurstraßenbahn des Typs NF8U. Erstmals waren die Künstler aufgefordert, Flächen im Innenraum der Bahn ebenfalls mit in die Gestaltung aufzunehmen.

Unter den Gesichtspunkten Idee, künstlerische Ausführung und Umsetzbarkeit bewertete die Einsendungen eine Fachjury rund um Fotograf Andreas Gursky, Oliver Völlinger und Herbert K. Meyer als leitende Vertreter der Mitsponsoren Siemens AG, Region West und der Vossloh Kiepe GmbH sowie Klaus Klar, Vorstand und Personaldirektor der Rheinbahn; weitere Mitglieder waren Karin Rauers vom Kulturamt der Stadt Düsseldorf, Gérald A. Goodrow, Director Galerie Beck & Eggeling – new quarters und Klaus Richter, bildender Künstler. Organisiert wurde der Förderwettbewerb – wie auch seine Vorgänger von Petra Bach.

Der mit 5.000 Euro dotierte erste Preis ging an den
Düsseldorfer Künstler Felix Baltzer, der der Bahn mit Fotos von
verformtem Edelstahl
ein plastisches Äußeres verleiht.

Felix Baltzer ist Jahrgang 65, lebt und arbeitet in Düsseldorf. Er hat von 1988 bis 1995 an der Kunstakademie Düsseldorf studiert und war 1995 Meisterschüler des Akademiedirektors Tony Cragg. Für seinen „artbahn“-Entwurf stellte der Künstler zuerst spiegelnde Bleche her, in deren Oberfläche er Ausbuchtungen einge-arbeitet hat. In den Edelstahlblechen spiegeln sich typisch Düsseldorfer Szenerien und Standorte, wie zum Beispiel das Rheinpanorama, charakteristische Häuserfassaden oder Straßenzüge der Stadt. Sie werden durch die Oberflächenstruktur verformt und verfremdet. Davon machte er Fotos, die schließlich als Folie die Bahn komplett bedecken. „Durch die Plastik der Bleche entsteht eine skulpturale Anmutung der Bahn. Die Spiegelungen der Stadt sind auf den Fotos leicht verzerrt und dadurch abstrakt zu sehen. Gleichzeitig spielt der Entwurf mit der vorhandenen realen Spiegelung der Oberflächen und Fenster der Straßenbahn“, so der Künstler. Im Innenraum des NF8Us führt Baltzer seine Idee fort; hier soll sich in den Fotos der Bleche das Innere der Bahn spiegeln.

Für die Plätze zwei und drei winkten Preisgelder von 2.500 und 1.000 Euro; sie gingen an Frank Haase sowie an Becker Schmitz und Pascal Bruns. Haase greift mit seinem Entwurf namens „Zollhofflair“ die Gehry-Bauten im Medienhafen auf und verdeutlicht ihre wesentlichen architektonischen Stilmerkmale mit Hilfe von Fotos von zerknüllter Alufolie. Becker Schmitz und Pascal Bruns wollten die Bahn im Rahmen ihres crossmedialen Kunstprojektes „Hold the Line“– Bespannungen mit farbiger Klebefolie – realisieren und ihre Arbeit mit einem eigenen Internet-Blog begleiten.“ (Quelle: Rheinbahn AG Düsseldorf)

 Artbahnen 1996 – 2005

 

2005: Sybille Möller, Hamburg

2000: Hiroyuki Masuyama, Düsseldorf

1998: 2. Preisträger, Hans Hoge, Halle. Dieser Entwurf wurde realisiert.

1998: 1. Preisträger – Christian Deckert, Düsseldorf. Der Entwurf wurde nicht realisiert.

1996: Stefanie Aselmann, Hannover